Raku Teeware wird insbesondere für Teezeremonien verwendet und ist eine besondere Art handgeformter Keramik. Sie wird bei niedrigen Temperaturen schnell gebrannt und dann rasch an der Luft oder im Wasser abgekühlt, wodurch sie ihre charakteristische weiche, warme Textur erhält. Die erste Form von Raku-Schalen wurden im 16. Jahrhundert vom führenden japanischen Teemeister Sen no Rikyu in Zusammenarbeit mit Tanaka Chojiro, einem Kachelmacher aus Kyoto, entwickelt. Chojiro wurde später zum Gründervater der Raku-Keramik-Traditionslinie. Ursprünglich wurden die Raku-Schalen, die die Schlichtheit der von Rikyu vertretenen
Kuro Raku 黒楽
Schwarze bzw. Kuro Raku-Teeschalen sind mit einer transparenten Glasur überzogen, die traditionell aus pulverisiertem Kamogawa-ishi - eisen- und manganreichen Steinen aus Kyotos Kamo-Fluss - hergestellt werden. Nach dem Auftragen mehrerer Schichten Glasur wird die Schale bei etwa 1200 °C für 5 bis 10 Minuten gebrannt. Die rotglühende Schale wird anschließend mit Zangen aus dem Ofen genommen, was für charakteristische Spuren auf der Oberfläche sorgt und final an der Luft oder in Wasser abgekühlt.